Stellungnahme zur Belegung von Bürgerhäusern

Mit Verwunderung hat die SPD-Fraktion die Äußerungen des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Dr. Richard Georgi zur Kenntnis genommen, der die Unterbringung von Flüchtlingen in Bürgerhäusern als „Schnapsidee“ bezeichnete.

„Offensichtlich hat die CDU nicht mitbekommen, dass dies der offizielle Plan B von Stadträtin Claudia Bicherl (CDU) ist, falls in Zukunft an anderer Stelle keine weiteren Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge angeboten werden können“, so der SPD-Fraktionschef Michael Gerheim. Insofern werde es auch keine Rolle spielen, ob die Unterbringung von Flüchtlingen in Bürgerhäusern für Georgi und die örtliche Union nicht in Frage komme. Tatsache ist, dass die Stadt über keine eigene Turnhalle oder leerstehende Gebäude verfügt. „Wir wünschen uns sicher alle, wie auch Bürgermeister Bastian, dass eine Belegung der Bürgerhäuser nicht nötig wird, bzw. dass die Flüchtlingszuteilung gedrosselt wird“, meint Gerheim. Doch die aktuellen Zahlen für den Kreis Offenbach sagen etwas anderes aus. Daher sei es illusorisch, es sich einfach zu machen und die Verantwortung an Bund und Land zurückzuweisen. Befolgen sollten wir den Satz von Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel beim SPD-Neujahrsempfang im Jakobsaal: „Wir haben genug Problemsucher, was wir brauchen sind mehr Lösungsfinder.”

Wir sind vor Ort, haben mit dem Arbeitskreis Willkommen in Seligenstadt und den weiteren Helfern von Caritas, Kirchen, Vereinen und vielen mehr zum Glück ein sehr aktives Netzwerk und werden auch die Herausforderung der weiteren Unterbringungen gemeinsam bewältigen. Jedes Wohnungsangebot aus der Bevölkerung hilft und die Stadt Seligenstadt muss nun aktiv werden und selbst bezahlbaren Wohnraum schaffen, der letztlich allen Seligenstädtern hilft.