Konkret wollte die SPD prüfen lassen, ob verrohrte Bachläufe wie der Rinnebach im Bereich der Pallatiumstraße in den Sommermonaten in flachen Rinnen wieder sichtbar gemacht und über geeignete Straßenabschnitte geführt werden könnten – nach dem Vorbild des Roten Brunnens. Ergänzend sollten weitere Wasserquellen identifiziert sowie Fördermöglichkeiten für die Umsetzung geklärt werden.
„Wir wollten mit einem ersten kleinen Schritt auf die zunehmende Überhitzung der Altstadt reagieren“, so SPD-Fraktionssprecher Reiner Stoll. „Es ging um eine sachliche Prüfung – nicht um sofortigen Bau. Städte wie Freiburg zeigen, wie effektiv Wasserläufe das Mikroklima verbessern. Auch Seligenstadt könnte hier Vorreiter im Denkmalschutz und Klimaschutz zugleich werden.“
Doch CDU und FDP lehnten den Antrag ab – mit der Begründung, dass solche Wasserrinnen den Autoverkehr behindern, Fußgänger und Radfahrer gefährden könnten und die Verwaltung unnötig belasten würden.
Für die SPD-Fraktion ist diese Haltung nicht nachvollziehbar:
„Angesichts von Hitzewellen mit über 35 Grad und alarmierenden Prognosen zur Zunahme von hitzebedingten Erkrankungen und Todesfällen erwarten die Menschen konkrete Antworten auf den Klimawandel – und keine Blockadehaltung“, so Stoll. „Wer den Autoverkehr wichtiger findet als die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger und die Zukunft der Altstadt, verpasst die Zeichen der Zeit.“
Die SPD kündigte an, das Thema weiterzuverfolgen. Gerade in der Altstadt müsse alles daran gesetzt werden, Bewohnbarkeit, Aufenthaltsqualität und wirtschaftliche Lebensgrundlagen langfristig zu sichern.
Das Artikelbild wurde aus einem echten Bild mit einem Bildeditor mit Künstlicher Intelligenz (KI) bearbeitet.
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