Konstituierende Vorstandssitzung

„Das Kommunalwahlergebnis gibt für uns keinen Anlass zur Freude, aber wir sind auch nicht entmutigt,“ fasste die Vorsitzende Karin Hansen die derzeitige Situation des Seligenstädter SPD-Ortsvereins zusammen. Auf der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Vorstandes wurden sowohl eine Analyse des Wahlergebnisses als auch zukünftige Perspektiven angerissen. „Nach der Wahl ist vor der Wahl – deshalb nehmen wir uns die Zeit und diskutieren das Wahlergebnis und die Konsequenzen für unsere zukünftige Arbeit am 29. Juni mit unseren Mitgliedern in aller Ausführlichkeit,“ so die Vorsitzende weiter.

 

Empörung äußerten die Vorstandsmitglieder über den selbstherrlichen Beschluss des Kommunalwahlergebnisses durch die CDU im Stadtparlament. „Solange die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht abgeschlossen sind, erscheint es uns unredlich, ein Ergebnis zu bestätigen. Das Argument der CDU, am Wahlergebnis würde sich ohnehin nichts ändern, ist für uns nicht stichhaltig. Wir wissen ja nicht, was die Staatsanwaltschaft im Verlauf der Ermittlungen im Umfeld des ans Licht gekommenen mutmaßlichen Wahlbetrugs noch alles aufdeckt,“ betont die stellvertretende Vorsitzende und Juso-Spitzenfrau Nicole Fuchs. „Die SPD-Fraktionsvorsitzende Heide Wolf würde mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht den einzig richtigen Schritt unternehmen,“ stärkt Fuchs die eingeschlagene Richtung der Seligenstädter SPD.

Bewährte Veranstaltungen, wie Stammtische, Grenzgänge mit dem ehemaligen Bürgermeister Rolf Wenzel und den SPD-Ausflug, der am 7. Oktober nach Homburg am Main geht und zu dem auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen sind, setzt der SPD-Ortsverein auch in diesem Jahr fort.