Mit einem entsprechenden Antrag fordert die Fraktion den Magistrat auf, ein Pilotprojekt zu entwickeln und umzusetzen, das ausgewählte Sportflächen außerhalb der regulären Vereins- und Schulnutzung für Bürgerinnen und Bürger zugänglich macht.
„Gerade Kinder, Jugendliche und Familien brauchen wohnortnahe Möglichkeiten, sich zu bewegen, Sport zu treiben und ihre Freizeit aktiv zu gestalten“, erklärt Barbara Rickert, Vorsitzende des SPD-Arbeitskreises Soziales. „Viele Sportanlagen stehen außerhalb der Nutzungszeiten leer, während gleichzeitig der Bedarf an frei zugänglichen Bewegungsflächen wächst. Diese vorhandene Infrastruktur besser zu nutzen, ist sinnvoll und stärkt die Lebensqualität in unserer Stadt.“
Nach den Vorstellungen der SPD soll gemeinsam mit den Vereinen, dem Jugendbeirat und den betroffenen Einrichtungen ein Nutzungskonzept erarbeitet werden. Dabei sollen Fragen zu Öffnungszeiten, Sicherheit, Haftung, Reinigung, Instandhaltung, Lärmschutz sowie klare Nutzungsregeln berücksichtigt werden. Nach einer befristeten Testphase soll die Stadtverordnetenversammlung einen Erfahrungsbericht erhalten, auf dessen Grundlage über eine dauerhafte Umsetzung entschieden werden kann.
Die Fraktionsvorsitzenden Nicole Fuchs und Michael Gerheim sehen in dem Vorhaben eine Chance für mehr gesellschaftliches Miteinander. „Sport verbindet Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Hintergrund. Offene Sportanlagen schaffen Begegnungsräume und fördern den Zusammenhalt in unserer Stadt“, betonen die beiden Fraktionsvorsitzenden. „Wir wollen unkomplizierte und niedrigschwellige Angebote schaffen, die von möglichst vielen Menschen genutzt werden können.“
Die SPD verweist dabei auf zahlreiche Kommunen, die bereits positive Erfahrungen mit vergleichbaren Modellen gemacht haben. Städte wie Köln, Leipzig, Dresden, Hamburg, Essen und Chemnitz sowie auch kleinere und vergleichbare Kommunen wie Bad Soden oder Eschwege haben Sportanlagen zeitweise für die Öffentlichkeit geöffnet.
„Die Erfahrungen zeigen, dass solche Angebote sehr gut angenommen werden und sich mögliche Bedenken hinsichtlich Lärmes oder Vandalismus durch klare Regeln und eine gute Organisation deutlich reduzieren lassen“, so Barbara Rickert. „Wenn dies in deutlich größeren Städten funktioniert, sollte es auch in Seligenstadt mit seinem starken ehrenamtlichen Engagement gelingen.“
Nicole Fuchs und Michael Gerheim ergänzen: „Mit einer Pilotphase können wir praktische Erfahrungen sammeln, mögliche Herausforderungen frühzeitig erkennen und gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungen entwickeln. Unser Ziel ist es, Seligenstadt noch familienfreundlicher, bewegungsfreundlicher und lebenswerter zu machen.“
Die SPD-Fraktion sieht in dem Projekt einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Gesundheit und der Leistungsfähigkeit sowie zur sinnvollen Nutzung bestehender Infrastruktur und zu einem lebendigen sozialen Miteinander in Seligenstadt.

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