JHV 2017: Neumitglieder-Begrüßung und Di Benedetto (MdL) zu Gast

Vorstand der SPD Seligenstadt

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der SPD, diesmal im Saal der „Drei Kronen“ am Freihofplatz, war geprägt von interessanten Diskussionen und der Begrüßung von Neumitgliedern. Da keine Wahlen anstanden, konnten Veranstaltungen und Aktivitäten des letzten Jahres reflektiert und gewürdigt werden.

– Zum Beispiel der spektakuläre Grenzgang, der mittlerweile seit 25 Jahren stattfindet und mit dem ehemaligen Bürgermeister Rolf Wenzel als Organisator eng verbunden ist. Der Grenzgang begeistert alljährlich im Herbst über Parteigrenzen hinweg bis zu 200 Interessierte, die spannende und lustige Geschichten und viel Wissenswertes über Geologie, Flora und Fauna rund um Seligenstadt erfahren.

– Ein Meilenstein in der Geschichte der Seligenstädter SPD war die Eröffnung des „Roten Ecks“ an der Einhard- /Ecke Wolfstraße.  Das Rote Eck hat sich mittlerweile zu einem lebendigen Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger entwickelt, die Fragen an die Politik haben, Ideen, Anregungen oder sonstige Probleme einbringen oder diskutieren wollen.  Zu den festen Öffnungszeiten jeweils freitags von 16:00 bis 18:00 Uhr  stehen Mitglieder des Vorstandes der SPD Seligenstadt und weitere gern als Gesprächspartner zur Verfügung.

– Gern erinnerte man sich an den diesjährigen Neujahrsempfang der SPD, bei dem die immer aktive Doris Globig den Landesehrenbrief erhielt.  Zahlreiche Gäste und Weggefährten aus Südhessen würdigten ihr Wirken.

– Aufsehen erregte bei der Mitgliederversammlung im Haus Wallstraße der Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent des Kreises Offenbach, Carsten Müller, als er zum ersten Mal deutliche Zahlen zum Wohnungsbedarf in unserer Stadt nannte.  Er hatte die vorhandenen Daten analysiert und den Zuhörern anhand amtlicher Prognosen vorgerechnet, dass allein in Seligenstadt in nächster Zeit weit über 1.000 Sozialwohnungen fehlen werden.  Er unterstrich damit die Notwendigkeit, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.  Zukünftig werden weniger klassische Einfamilienhäuser, sondern viel mehr Wohnraum für Ein- oder Zweipersonenhaushalte gebraucht.  Besonders groß werde der Bedarf an Wohnungen für ältere oder mobilitätseingeschränkte Personen sein.
 

Das geplante Baugebiet südwestlich des Westrings ist ein solches Gebiet, in dem neuer Wohnraum geschaffen werden kann.  Der SPD-Ortsverein hat einen Arbeitskreis ins Leben gerufen, der sich mit diesem beabsichtigten neuen Stadtviertel befasst und die dazu anstehenden Fragen und Probleme erörtert.  Dessen Teilnehmer/innen waren so bestens auf die Sondersitzung des Bauausschusses der Stadtverordnetenversammlung vorbereitet, während derer sich sechs Entwicklungsgesellschaften vorstellten und vorschlugen, wie in jenem Gebiet vorgegangen werden könnte.

– Die ehemalige Hans-Memling-Schule ist ebenfalls ein Thema, das nicht nur diejenigen berührt, die dort zur Schule gegangen sind. Die SPD Seligenstadts diskutiert seit langem, wie das sanierungsbedürftige Gebäude sinnvoll, der Allgemeinheit dienend und finanziell erträglich genutzt werden könnte.
Um genauer zu sehen und zu prüfen, ob und wie ein gemeinnütziger Trägerverein ein Objekt dieser Größenordnung „retten“ und bewirtschaften könnte, sind Mitglieder des Arbeitskreises Hans-Memling-Schule ins hessische Friedberg gefahren, wo ein solcher Verein das alte Hallenbad übernommen hat und nach und nach zu einer Stätte für Veranstaltungen und Tagungen umbaut.  Sie haben sich dort genau umgesehen und mit einem Vorstandsmitglied die Punkte erörtert und ausgelotet, die auch für Seligenstadt wichtig sein könnten.

– Interessiert verfolgten die Anwesenden die Informationen aus dem Hessischen Landtag, durch den Landtagsabgeordneten Corrado Di Benedetto
Seit Jahren kämpfe die SPD für eine bessere Schulbildung im Lande.  Anstatt echter Ganztagsschulen propagiere die derzeitige hessische Landesregierung allenfalls den „Pakt für den Nachmittag“ und die Nachmittagsbetreuung.  Das sei aber eine Mogelpackung, die Schulkosten auf Eltern und Kommunen abwälzt und sogar noch Lehrer abzieht, die so nicht mehr der Vermittlung von Unterrichtsstoff zur Verfügung stehen.  Die zum großen Teil vergeblichen Aufrufe an pensionierte Lehrkräfte zeigten, dass jahrelang versäumt wurde, genügend Lehrer auszubilden und mit einer attraktiven Besoldung zu verhindern, dass sie in andere Bundesländer abwandern.

Nicht nur der Schulbesuch sollte in Hessen unabhängig von der Finanzkraft der Eltern werden.  Auch bei Kindergärten und Kindertagesstätten wird die SPD dafür kämpfen, dass deren Besuch kostenfrei und damit für Alle gleichermaßen möglich wird.

Mit Gesprächen in kleineren Runden, in die sich Alt und Jung, altgediente und neue Mitglieder zusammenfanden, klang der Abend aus.
[shariff]

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