„Wenn die Landesregierung versagt, muss sich Seligenstadt selbst um die Umgehungstraße kümmern!“

SPD-Fraktion fordert, selbst tätig zu werden und mit dem Land eine Vereinbarung zu schließen.

Umgehungsstraße Seligenstadt

Die Seligenstädter Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer letzten Sitzung mit großer Mehrheit einen Berichtsantrag der CDU zur Umgehungsstraße abgelehnt. In dem Antrag kritisierte die CDU die Verwaltung als Überbringer weniger und schlechter Nachrichten, sparten dafür aber an der Kritik an der eigenen schwarz-grünen Landesregierung, die seit Jahren das Projekt verzögert.

Da aufgrund der öffentlich bekannten mangelhaften Ausstattung von Hessen Mobil in den nächsten Jahren nicht mit einem Abschluss der Planungen zu rechnen ist, forderte der Co-Vorsitzende der SPD-Fraktion, Marius Müller, dass die Stadtverwaltung selbst tätig wird: „Die Stadt Seligenstadt soll selbst die Planungen und Arbeiten für die Umgehungsstraße vergeben – anscheinend können wir das deutlich besser als die Landesregierung“.

Die Hauptausschussvorsitzende Ayla Satter pflichtet dem bei: „Während wir in Seligenstadt erfolgreich Bauprojekte wie den Kapellenplatzkreisel im Zeitplan vollenden, scheint es, als lege es der Verkehrsminister darauf an, den Berliner Flughafen in punkto Verspätung zu überholen.“
Als Beispiel für ein Projekt, bei dem die Stadt Seligenstadt die Federführung übernommen hat und dabei gut mit Hessen Mobil zusammenarbeitet, nennt Erster Stadtrat Michael Gerheim den Radweg von Froschhausen zum Tannenmühlkreisel.

Müller weiter: „Es reicht nicht, Briefe nach Wiesbaden zu schicken, wenn die Unterstützer der Landesregierung aus der eigenen Stadt kommen. Wenn in Wiesbaden kein politischer Wille da ist, wenn die Landesregierung versagt, dann muss sich Seligenstadt selbst um die Umgehungsstraße kümmern! Wir Sozialdemokraten packen das Thema ernsthaft an.“ /SPD-Fraktion Seligenstadt

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