Für die SPD ist diese Situation nicht nachvollziehbar. „Es kann nicht sein, dass unsere Stadt hier eine Sonderrolle einnimmt – und zwar eine negative“, so SPD-Fraktionsvorsitzende Nicole Fuchs. Während in den Nachbarkommunen praktikable Lösungen gefunden wurden, bleibt Seligenstadt untätig.
Besonders wichtig sind Guthabenkarten für ältere Bürgerinnen und Bürger sowie für Menschen, die nicht regelmäßig online unterwegs sind oder keine digitalen Zahlungsmethoden nutzen möchten. SPD- Ortsvereinsvorsitzender Gerhard Albrecht: „Der Hopper ist als flexibles Mobilitätsangebot für alle gedacht – dann muss er auch für alle einfach zugänglich sein. Eine reine App- oder Online-Lösung wird diesem Anspruch nicht gerecht.“
Die Argumentation, die Stadt solle den Verkauf nicht „kostenlos“ für den Kreis übernehmen, hält die SPD für vorgeschoben. Eine aufwendige Verrechnung oder Bezahlung zwischen Stadt und Kreis würde lediglich unnötige Bürokratie schaffen. Am Ende würden entsprechende Kosten über die Kreisumlage ohnehin wieder auf die Städte – und damit auch auf Seligenstadt – umgelegt. Es ist daher wenig sinnvoll, hier künstliche Hürden aufzubauen, statt pragmatische Lösungen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu finden.
Die SPD Seligenstadt fordert Bürgermeister und Magistrat daher nachdrücklich auf, umgehend eine Verkaufsstelle für Hopper-Guthabenkarten in Seligenstadt einzurichten und sich konstruktiv in die bestehende kreisweite Praxis einzufügen.
„Moderne Mobilität darf keine Frage des Wohnortes innerhalb des Kreises sein“, so der Seligenstädter SPD-Spitzenkandidat für die Kommunalwahl Michael Gerheim abschließend. „Wir erwarten vom Bürgermeister, dass er diese Benachteiligung der Seligenstädterinnen und Seligenstädter schnellstmöglich beendet.“

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