Verwunderung über späte Schwimmbadöffnung

In den letzten Tagen wurde die SPD mehrfach von vor allem älteren Seligenstädterinnen und Seligenstädtern, die sonst jeden Tag ins Schwimmbad gehen, angesprochen und gefragt, warum das Freibad erst im Juli öffnet. Ein Blick über den Zaun hatte verraten, dass schon vor dem 1. Juni das Schwimmerbecken gefüllt, die Wiese gemäht und bis auf den Kinderbereich alles für die Öffnung vorbereitet war. Auch im Vergleich mit den anderen Bädern in der Region ist Seligenstadt spät dran: Die meisten Seen und Bäder haben seit diesem Wochenende oder schon länger geöffnet. Vom Langener Waldsee bis Babenhausen, von Hanau bis Zellhausen können die Wasserratten ab sofort wieder ins kühle Nass.

Dass die Seligenstädter noch bis Juli warten müssen, stößt auf Unmut, da kein offensichtlicher Grund erkennbar ist. In einer Pressemitteilung der Stadt ließ der Bürgermeister verlauten, dass es an einer Formalie hängt: Anscheinend war die Badesaison so plötzlich gekommen, dass es nicht rechtzeitig möglich war, eine neue Gebührenordnung zu verabschieden. Ein Blick auf die Tagesordnung der nächsten Stadtverordnetenversammlung bestätigt das.

Ayla Sattler
Ayla Sattler

Die SPD-Stadtverordnete Ayla Sattler bedauert den Umstand: „Dass die Verzögerung wirklich nur an der Gebührenordnung hängt, die keine großen Überraschungen bereit hält und höchstwahrscheinlich von allen Parteien einstimmig verabschiedet wird, ist eine sehr enttäuschende Antwort für die Schwimmerinnen. Man hätte die Ordnung auch im Frühling einbringen können und fast einen Monat Badezeit gewonnen“.

…pragmatischere Lösung statt Aussitzen gefordert!

Jelena Ebert
Jelena Ebert

Die Vorsitzende des Sozialarbeitskreises der SPD-Fraktion, Jelena Ebert, hätte sich an der Stelle mehr Engagement gewünscht: „Die Leute werden in der Krise mit wenig Freizeitmöglichkeiten wegen einer juristischen Kleinigkeit auf dem Trockenen sitzen gelassen. Da hätte ich mir eine pragmatischere Lösung statt Aussitzen von der Rathausspitze erhofft.“

Marius Müller
Marius Müller

SPD-Co-Fraktionsvorsitzender Marius Müller stellt klar, dass sich die SPD für die Schwimmerinnen und Schwimmer einsetzt und der Verwaltung bei weiteren Verzögerungen auf den Zahl fühlen wird. „Das Schwimmbad ist ein wichtiger Teil unserer sozialen Infrastruktur in Seligenstadt. Einmotten ist für uns keine Option – das ist mit der SPD nicht zu machen!“

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